Informationen zur Graffitientfernung

Allgemeine Informationen Graffitientfernung

 

Je nach Farbe, Untergrund und Alter des Graffitis kann eine restlose Entfernung nicht garantiert werden. Es kann zu sogenannter Schattenbildung kommen. Aus den gleichen Faktoren resultieren auch die unterschiedlichen Preise für die Graffitientfernung.

Bei unsachgemäßen Anstrich des Untergrundes kann es zudem zu Farbablösungen kommen.

Nach der Graffiti-Entfernung kann sich die gereinigte Fläche optisch vom Umfeld abheben, da die Schmutzpartikel auf der Fassade ebenfalls entfernt werden

Viele Graffitis enthalten Lösemittel. Dadurch werden empfindliche Untergründe angelöst und beschädigt. Die Folge sind Schatten nach der Entfernung der Farbpigmente bei der Graffiti-Reinigung. Unter Umständen gehen die Lösemittel auch Verbindungen mit den Materialien ein, die sich nicht mehr entfernen lassen.

Graffitis, die längere Zeit der Sonne ausgesetzt waren, lassen sich schwerer entfernen. Grundsätzlich kann man sagen, je frischer die Graffitis, desto leichter lassen sie sich entfernen.

 

Graffitibeseitigung – Als Betriebskosten umlegbar?

Vom AG Berlin-Mitte wird die Frage bejaht. Zwar wird betont, dass solche Kosten auch unter die Instandhaltung fallen können, sofern sie eine Sachbeschädigung und nicht lediglich eine Verschmutzung, etwa im Treppenhaus, darstellen. Als Kosten der Instandhaltung aber wären sie nicht auf den Mieter umlegbar.

 

Im entschiedenen Fall indessen konnte der Mieter trotz seiner Belegeinsicht nicht näher vortragen, dass es sich nicht nur um Kosten für die Reinigung der Wände im Rahmen umlagefähiger Hausreinigungskosten handelte. Kosten für Sonderreinigungen aufgrund Verschmierungen sind dann umlagefähig, wenn sie laufend bzw. regelmäßig entstehen und der Verursacher nicht festgestellt werden kann. Zum Vergleich werden die Sperrmüllkosten herangezogen. Im konkreten Ausgangsfall hatte der Vermieter vorgetragen, dass quartalsweise die regelmäßig monatlich entstehenden Verunreinigungen durch Graffitiverschmutzungen entfernt werden.

 

AG Berlin-Mitte, Urteil v. 27.7.2007, 11 C 35/07, GE 2007, 1259

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